odecologne melek alabogazAnfänglich war der Schwerpunkt ihrer Arbeit die Schrift und die Emotionalität der Wörter. Diese Auseinandersetzung vom ersten "Zeichen setzen" zum "Zeichnen" ist – besonders in der heutigen digitalen Welt, in der die Handschrift immer mehr zu einem Relikt aus früheren Zeiten verkommt und vermeintlich überholt ist – enorm wichtig ist. Der Akt des Schreibens, ein Akt der Dokumentation und der Reflexion ist, dass so innere Ereignisse verschriftet und Gedanken manifestiert werden.

In ihren neuen Arbeiten, die wir im Winter 2018/2019 präsentierten, setzt Melek Alabogaz sich mit dem Klischee der nähenden Frau auseinander. Sie möchte einen neuen Weg finden, wie sie `das Nähen` künstlerisch einsetzen kann – so entstehen zwei- bis dreidimensionale Strukturen, wo sich das Genähte in Zeichnungen umwandeln.

Ihre Werke sind eine Art von höherem Stricken, mit all den damit verbundenen weiblichen Qualitäten der Geduld und der Detailgenauigkeit und Themen, die immer wieder in neuen Formen und neuen Zusammensetzungen visualisiert werden.

Melek Alabogaz lebt und arbeitet in Köln.
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